Die Yama und Niyama des Yoga Sutra

Die ethisch-moralischen Richtlinien des Yoga

Im Patanjali Yoga Sutra, dem Leitfaden zum Yoga, einer der maßgeblichen Quellschriften für den Yoga werden acht Glieder der Yogapraxis formuliert. Die ersten beiden sind das ethisch-moralische Fundament auf dem sich die restlichen Glieder aufbauen.


Yama - Interpersonale Regeln zum Umgang mit der Welt

  1. Ahimsa - "nicht verletzen", Gewaltfreiheit in Gedanke, Wort und Tat.
     
  2. Satya - "Wahrhaftigkeit", Aufrichtigkeit  in Gedanke, Wort und Tat.
     
  3. Asteya - "nicht stehlen", nicht nehmen von nicht gegebenem in Gedanke, Wort und Tat.
     
  4. Brahmacharya - "Bewegung zum Absoluten", meist sexuelle Enthaltsamkeit, bzw. kein sexuelles Fehlverhalten in Gedanke, Wort und Tat.
     
  5. Aparigraha - "nicht zugreifen", Unbestechlichkeit, nicht horten, in Gedanke, Wort und Tat.

 

Niyama - Intrapersonale Regeln zum Umgang mit sich selbst

  1. Saucha - "Reinheit" in Gedanke, Wort und Tat.
     
  2. Samtoscha - "Zufriedenheit/Genügsamkeit" in Gedanke, Wort und Tat.
     
  3. Tapas - "Erhitzen", Disziplin, Ausdauer, Askese in Gedanke, Wort und Tat.
     
  4. Swadhyaya - "(Selbst)Studium", Reflexion, Selbstbetrachtung und Studium der Schriften.
     
  5. Ischwarapranidhana - "Hingabe an die höchste Verkörperung", Gottvertrauen, Hingabe an die Schöpferkraft oder das Leben.